Hunte von Dötlingen bis Huntlosen/Dehland

 

Am ersten Märzwochenende 2020 war nach vielen Regentagen endlich mal wieder etwas trockenes Wetter angesagt. Also flugs den Canadier auf den britischen Verlustöler aufgeladen und an die Hunte gefahren. Ein Fahrzeug stellten wir an der Ausstiegsstelle in Huntlosen ab und fuhren dann zur Einstiegsstelle nach Dötlingen.

 

Durch den vielen Regen der vergangenen Tage, lag der Wasserstand der Hunte beim Pegel Huntlosen bei etwas über 5 m. Der normale Wasserstand liegt eigentlich bei ca. 2,8-3,2 m.

 

(Die Zahlen täuschen ein bisschen, bei 2,8 m muss man schon schauen das man nicht an einigen Stellen Bodenkontakt bekommt beim paddeln)

 

 

An der Einstiegsstelle mussten wir also nur ein paar Schritte die Treppe hinunter zum Fluss und konnten den Canadier zu Wasser lassen. Es gab eine kräftige Strömung und so konnten wir bei gemütlichen Paddeleinsatz mit guter Geschwindigkeit den Fluss genießen.

 

Bei diesem Wasserstand hatten wir die Hunte noch nie zuvor befahren. Es war völlig anders als sonst, hat sich der Fluss doch mit den Jahren tief in sein Bett gegraben. So schauen wir nun anstatt auf steile Uferböschungen teilweise in die Landschaft und sehen Bauernhöfe, die wir sonst nie vom Boot aus sehen konnten.

 

 

Das war ein völlig neuer Fluss für uns, bot er doch einen völlig ungewohnten An- bzw. Ausblick.

 

Die Fußgängerbrücke nahe dem Huntecamp konnten wir vom Boot aus fast anfassen. Normalerweise ist sie sehr hoch über den Fluss. Viele Baume und Sträucher standen nun im Wasser und bei einigen konnte man sogar auf der Uferseite an ihnen vorbei paddeln.

 

 

Unter der Brücke der Straße zwischen Ost- und Westrittrum kann man bei normalem Wasserstand nur links fahren, da unter der Brücke noch Trümmer der alten, abgerissenen Brücke im Wasser liegen. Wir konnten nun völlig frei unsere Bahn wählen, es war überall reichlich Wasser vorhanden.

 

Kurz nach dem queren der Brücke, war der Fluss durch umgestürzte Bäume komplett blockiert. Wir mussten uns am linken Flussufer durch das Geäst wuseln und konnten dann nach einer Pause, da wir ja eh schon aussteigen mussten, weiterfahren.

 

 

Das Wetter war sogar deutlich besser als von uns erwartet, es wurde ein richtig schöner, sonniger Tag. So machte es natürlich Spaß, endlich wieder mit dem Kanu unterwegs zu sein.

 

Viel zu schnell erreichten wir unser Ziel in Huntlosen nach ca. 12 Km. Das Warnschild wegen der Sohlengleite war bei diesem Wasserstand ohne Bedeutung. Das Wasser ging völlig unbeeindruckt über die Stelle hinweg…

 

Nun konnten wir den Canadier auf dem zuvor dort abgestellten Fahrzeug verladen und den Heimweg antreten.